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Die Planung einer Fußbodenheizung läuft immer in derselben Reihenfolge ab. Wer sie umdreht – zum Beispiel den Verteiler zuerst kauft – rechnet am Ende rückwärts und macht Kompromisse.

Schritt 1: die beheizte Fläche je Raum

Nicht die Raumfläche, sondern die tatsächlich belegte Fläche. Unter Einbauküchen und fest eingebauten Möbeln wird in der Regel nicht verlegt.

Schritt 2: der Verlegeabstand je Raum

Er bestimmt, wie viel Wärme pro Quadratmeter abgegeben wird. Enger verlegt heißt mehr Leistung bei niedrigerer Vorlauftemperatur – bei einer Wärmepumpe ein echter Kostenfaktor. Bäder und Außenwandzonen bekommen einen engeren Abstand als Innenräume.

Schritt 3: die Rohrlänge je Raum

Aus Fläche und Verlegeabstand ergibt sich die Rohrlänge. Dazu kommt die Anbindeleitung vom Raum zum Verteiler – und zwar hin und zurück. Gerade bei weit entfernten Räumen wird dieser Teil regelmäßig unterschätzt.

Schritt 4: die Aufteilung in Heizkreise

Jetzt wird geteilt. Entscheidend ist die maximale Rohrlänge je Kreis: Wird sie überschritten, steigt der Druckverlust so weit an, dass das Ende des Kreises kalt bleibt. Als grober Anhalt gilt ein Heizkreis je 10 bis 15 m², je nach Verlegeabstand. Ein großer Wohnraum bekommt also mehrere Kreise – möglichst ähnlich lang, das erleichtert den späteren Abgleich.

Schritt 5: die Verteilergröße

Erst jetzt steht fest, wie viele Abgänge du brauchst. Zähle alle Kreise zusammen – und überlege, ob später noch etwas dazukommt. Ein Abgang Reserve kostet wenig, ein zu kleiner Verteiler kostet einen neuen.

Schritt 6: das Rohr in einem Stück

Jeder Kreis muss aus einem durchgehenden Stück bestehen – im Estrich darf keine Verbindung liegen. Die Rollenlänge sollte sich also sinnvoll auf die geplanten Kreise aufteilen lassen.

Oder du lässt rechnen

Unser Konfigurator macht genau diese sechs Schritte für jeden Raum einzeln und gibt am Ende Kreisaufteilung, Verteilergröße und eine vollständige Materialliste aus. Wenn du magst, schauen wir vor der Bestellung drüber.

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